FLL Fachbegleitgruppe Landwirtschaft

Direktvermarktung wird professionalisiert

Durch die Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte direkt ab Hof sind regionale Produzenten näher an ihren Kunden. Allerdings nehmen die Herausforderungen für den Direktverkauf stetig zu. Die Kundschaft ist anspruchsvoller geworden, und viele Konsumenten wollen ihre Bestellungen im Internet tätigen, was eine entsprechende technische Infrastruktur erfordert.

Die Arbeitsgruppe Direktvermarktung, bestehend aus Produzenten und Vertretern des FLL, beschäftigt sich mit Ideen zur Optimierung der Direktvermarktung. Das Anliegen wurde bereits im Entwicklungskonzept Linthebene EKL angesprochen. Die Arbeitsgruppe hat die Idee weiterentwickelt und Möglichkeiten mit Betreibern bestehender elektronischer Produktplattformen diskutiert.

Es zeigte sich, dass die EDV-Plattform des Vereins Culinarium als Grundlage dienen könnte, um die individuellen Bedürfnisse der beteiligten Direktvermarkter einerseits und der Konsumenten andererseits zu befriedigen. Culinarium ist ein Netzwerk von Vertretern aus Landwirtschaft, Gastronomie und Handel, das seinen Partnern umfassende, auch internetbasierte Marketingdienstleistungen anbietet.

Der Trägerverein Culinarium ist für eine Zusammenarbeit bereit. Weil es sich aber um ein Projekt zwischen dem Culinarium und den interessierten Direktvermarktern handelt, hat das FLL das Projekt an diese Akteure abgetreten. Das FLL wirkt am Rande weiter koordinierend mit, beispielsweise wenn es um die Information weiterer Interessierter geht.

www.culinarium.ch

 

 


 

FLL Fachbegleitgruppe Landwirtschaft:

Direktvermarkter gleisen kundenfreundliche Verbesserungen auf

Im Workshop vom 26. Januar 2012 kam unter anderem zum Ausdruck, welche Herausforderungen die Direktvermarkter ab Hof in der Region Linth zu bewältigen haben: Viele Kunden möchten noch individueller bedient werden. Es braucht technische Voraussetzungen, damit die Kundschaft ihre Bestellungen via Internet machen kann. Und die Landwirte müssen parallel dazu ein verlässliches Produkteangebot sicherstellen.

 Direktvermarkter Collage

Eine Arbeitsgruppe, in der wichtige Direktvermarkter der Region vertreten sind, erarbeitet jetzt zusammen mit einem Studenten den Rahmen für ein solches Projekt. Es soll zu den notwendigen Verbesserungen im Bereich der Direktvermarktung führen. Dieses Arbeitspapier bildet die Grundlage für die Finanzierungsgesuche beim FLL, den Kantonen und weiteren Partnern. Es ist vorgesehen, dem Vorstand des FLL die Projektunterlagen noch in diesem Jahr zu unterbreiten. Aufgrund der Unterlagen sucht das FLL dann auch die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen, die in ähnlichen Bereichen tätig sind.

 

 


 
FLL Fachbegleitgruppe Landwirtschaft:

 

Workshop mit Direktvermarktern in der Region Linth

Wie erleben die Landwirte die Direktvermarktung auf dem Hof? Am 26. Januar liessen sich 15 Direktvermarkterinnen und -vermarkter die Situation von zwei Berufskollegen in spannenden Referaten schildern und nahmen dann selber aktiv am Workshop teil. Die vier Arbeitsgruppen beantworteten in der Diskussion die grundlegenden Fragen: Wo läuft es gut bei der Direktvermarktung? Wo gibt es Probleme? Was müsste man ändern?

Die Diskussionsergebnisse zeigten klar: Grosse Stärken der Direktvermarktung sind die Zufriedenheit der Produzenten, die hohe Qualität der Produkte im Vergleich zu konventionellen Lebensmitteln und die Spezialität der Produkte. Probleme schaffen aber die hohen betrieblichen Anforderungen für Kosten und Logistik, die Belastung im Betrieb und der grosse Arbeitsaufwand. Handlungsbedarf sehen die Workshopteilnehmenden vor allem bei den logistischen Herausforderungen, bei Kommunikation und Marketing.

Beachtliche Erfolge beim Absatz

Zusammenfassend fanden die Anwesenden: Generell funktionieren die Direktvermarktungsbetriebe in der Region gut. Sie sind gut untereinander vernetzt und der Absatz ist zufriedenstellend. Nicht stillzustehen und für die Kundschaft attraktiv zu bleiben, sind wichtige Anliegen. Begrüsst würde auch die Durchführung einer Marktforschung. Das Ziel: die Randregion Linthebene noch mehr aufwerten, zum Beispiel mit der Förderung von Agrotourismus oder der Erkennbarkeit regionaler Produkte in den Läden. In diesem Zusammenhang wurde ein weiteres Treffen mit den Koordinatoren der zwei Vereinigungen «Culinarium» und «Das Beste der Region» ins Auge gefasst, die in der regionalen Produktvermarktung engagiert sind.

 

Direktvermarktung

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